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Von der arabischen Welt aus haben sich über die Jahrhunderte die Kaffeepflanze und Ihre Kultivierung bis nach Europa verbreitet.
Schon im 15. Jahrhundert haben die Araber Kaffee getrunken. Dies belegt ein Manuskript von Abd-al-Kefir aus dem Jahre 1587, welches auf Aufzeichnungen eines Arabers namens Shihab-ad-Din basiert. Obwohl diese Aufzeichnungen nicht mehr existieren, werden sie aber gut 100 Jahre älter geschätzt als das Manuskript von 1587, welches heutzutage in Paris im Museum ausgestellt ist.0

Ab der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts lässt sich der Siegeszug des Kaffees über die Grenzen der Region Mokkas hinaus  kaum mehr stoppen. Über die Städte Mekka und Medina gelangt das Getränk nach Kairo und mit der Expansion des Osmanischen Reiches ab dem 16. Jahrhundert eroberte Kaffee Kleinasien, Syrien, Ägypten und das südöstliche Europa. Es entstanden überall Kaffeehäuser.

Jahrelang hatte die arabische Welt, allen voran Jemen, das Monopol des Kaffeehandels. Um zu verhindern, dass Handelspartner auf die Idee kamen, selbst Kaffee anzubauen, wurden die rohen Bohnen mit heißem Wasser überbrüht. Dadurch wurden diese keimunfähig. Der Kaffeeanbau war lange Zeit ein regelrechtes "Staatsgeheimnis".

Im 17. Jahrhundert änderte sich das. Das arabische Kaffeemonopol fiel mit den Anfängen der Kolonialisierung. Zunächst waren es wohl Inder, die keimfähige Bohnen illegal in ihre Heimat brachten und Kaffeepflanzen züchteten. Im Jahr 1616 gelang es den Niederländern, Pflanzen zu entwenden, diese zu züchten und in ihre Kolonien zu bringen. Ab 1658 wurde somit auf Java und Sri Lanka Kaffee durch die holländischen Kolonialherren angebaut. Von da an zogen auch andere Staaten wie Frankreich und Großbritannien nach und der Kaffeeanbau expandierte schlagartig.

 

Zeitgleich eröffneten zahlreiche Kaffeehäuser in Europa und Nordamerika. Kaffee wurde zu einem wichtigen internationalen Handelsgut und erlangte als Importware eine große innenpolitische Bedeutung in Konsumländern.

1898 wurde eine weitere Kaffee-Art entdeckt, die bis heute eine wichtige Rolle im Welthandel spielt: Robusta. Im 19. Jahrhundert wurde der Kaffeehandel deutlich einfacher. Die voranschreitende Industrialisierung mit der Erfindung der Dampfschifffahrt revolutionierte das Transportwesen, durch verbesserte Kommunikation konnten Börsenpreise schneller durchgegeben werden und weitere technische Geräte erleichterten Röstung und Zubereitung des geliebten Getränks.

Im 20. Jahrhundert kamen erstmals industrielle Fertigprodukte auf den Markt. Ursprünglich als haltbare Konservennahrung für Soldaten im Krieg gedacht, erfuhr der einfach zubereitete und lange haltbare lösliche Kaffee seinen Siegeszug. Auch entkoffeinierter Kaffee wurde immer beliebter. Durch verschiedene Zubereitungsarten und eine Vielfalt an Sorten wurde Kaffee zu einem der wichtigsten Handelsgüter der Welt – und ist es bis heute.